MCS warum und woher?

 

Um euch zu veranschaulichen, wie sich diese Behinderung auf mein Leben auswirkt, habe ich mich einigen Situationen ausgesetzt, welche ich für gewöhnlich meide.

 

Ich bin mir sicher, dass Ihr noch einige unbeantwortete Fragen habt, nachdem Ihr das Video gesehen habt. Deshalb habe ich euch noch ein paar relevante Informationen zum Umgang im Alltag und zu den Hintergründen zusammengefasst.

 

 

Wie kommt es zu einer MCS?

 

 

Die Wirkungsmechanismen einer „Chemikalien Sensibilität“ sind bis heute noch nicht 100% geklärt. In wie weit eine genetische Komponente eine Rolle spielt, wird noch erforscht. Es ist bekannt, dass es durch eine Initialerfahrung ausgelöst wird. Diese können zum einen, eine Überbelastung oder Dauerbelastung einer bestimmten Chemikalie sein. Es kann jedoch auch durch ein physisches Traumata (Unfall, Brand mit schwerer Verwundung, Kriegsverletzungen) zum einen oder einem psychischen Traumata (Folter, sexueller Angriff oder sexualisierte Gewalt, emotionaler Missbrauch, lebensbedrohliche Krankheiten in der Kindheit)  zum anderen, ausgelöst werden.

Eine weitere Ursache kann die schiefstellung der Blut-Hirn-Schranke sein, welche das eindringen von Toxinen in das Gehirn vermeidet. Wird die Blut-Hirn-Schranke bei einem Sturz in die Schieflage gebracht, gelangen Toxine ungehindert dort hin.

 

In meinem Fall,  liegt es zum einen an der Blut-Hirn-Schranke sowie an der genetischen Disposition. Dazu kommt eine sehr starke Schimmel und Pestizid Alllergie. Ruß kann mein Körper auch nicht gut abbauen und daher habe ich die Blutwerte eines "Schornsteinfegers mit Berufserfahrung" ( Zitat: Dr. Bartram, Umweltmediziner)

Alles in allem kann ich in einer sauberen Umwelt gut überleben. Hier, in der Stadt, ist mein Entgiftungssystem schon lange an seine Grenzen gekommen und hat jetzt das Handtuch geschmissen.

Reine Umwelt= Gesunde Julia :-)

 

Viele Eigenschaften der MCS, wie auch die Beschreibung dieser Symptome, scheinen alle zusammen unrealistisch, unmöglich und nicht plausibel für einen konventionell und wissenschaftlich geschulten Allgemeinarzt zu sein. Leider liegt die Durchschnittsdauer der Diagnose zwischen 8-10 Jahren.

10 Jahre in meinem Fall, bis ich an die Spezialisten der Umweltmedizin kam.

Und das auch nur dank meiner hervorragenden Hausärztin, welche auch "außerhalb der Box" denkt.

 

Inzwischen haben sich Autoimmunerkrankung, Lebensmittel-Intoleranzen und eine Liste an Symptomen entwickelt, welche sich abwechselnd die Klinke in die Hand geben.

 

Unter welchen Symptomen leiden wir genau?

 

  • Atembeschwerden
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen (vernebeltes denken)
  • Muskelschmerzen/ -krämpfe
  • Erschöpfung
  • Bauchbeschwerden (Sodbrennen, Blähungen, Reizdarm....)
  • Hautausschläge, Nesselausschläge
  • Gedächtnissprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • Verwirrung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Niesen, Fliesschnupfen, blockierte Nebenhöhlen
  • Durchblutungsstörungen

 

Wie hat sich mein Leben verändert?

 

Am Anfang wusste ich gar nicht wo ich anfangen sollte. Ich realisierte, dass meine Wohnung an jeder Ecke mit Chemie vollgestopft war. Und jetzt lebte ich schon recht Umweltbewusst.

Also fing ich im Bad an und entfernte alles was so super schön duftete, angefangen beim Shampoo und der Haarpflege bis hin zur Körperlotion, die ich eh nie benutzte. Ich schmiss alle Deo's weg, von denen ich eh nur zu schwitzen anfing. - was jetzt einen Sinn macht!

 

Dann ging es meinen Klamotten an den Kragen. Ich merkte, dass ich auf einige der Stoffe ganz übel mit kaltem Schweiß reagierte. Ich war schockiert, als ich feststellte, dass die meisten meiner Klamotten aus synthetischen Stoffen hergestellt wurden. Was blieb waren Baumwolle und Leinen.

 

Wir deutschen haben ja für jede Ecke und jede Art der Verschmutzung ein toll duftendes Chemiewunder. Auch wenn ich diese Mittel schon lange nicht mehr benutzte, standen sie trotzdem da und dampften vor sich hin. Inzwischen haben wir alle chemischen Reiniger entfernt.

Die schlechte Nachricht für die Chemieindustrie ist, man kann gut 90% der Wohnung mit verdünntem Orangenkonzentrat reinigen. Der Rest geht mit Apfelessig weg.....das ist allerdings Christof´s Job.......da ich den Geruch offensichtlich nicht ertrage.

 

Ich kann nun keine konventionellen Lebensmittel mehr konsumieren da mein Bauch gegen die verwendeten Pestizide rebelliert. Die Reaktionen von genmanipuliertem Gemüse und Getreide sind auch sehr unangenehm.

 

Alles in allem musste ich mein Leben komplett umstellen um in meinem Heim wieder einigermaßen beschwerdefrei zu leben.

 

90 % der MCS Erkrankten leben, früher oder später, in kompletter Isolation. Es ist nicht immer leicht den Leuten um einen herum verständlich zu machen, auf was man genau reagiert und warum es zu schweren Reaktionen kommt.

 

Ich kann mich glücklich schätzen einen Freundeskreis um mich zu haben, der meine Behinderung so ernst nimmt, wie jede andere Behinderung. Sie verstehen es und achten darauf geruchslos zu Besuch zu kommen.

 

In meiner Außenwelt sieht das Ganze anders aus, Diskriminierung auf offener Straße? Normalität! Mit einem starken Partner an meiner Seite und lieben Freunden die mich unterstützen kann ich die Öffentlichkeit ertragen.

 

Das bedeutet nicht, dass ich nicht auf die Waschmittel und Weichspüler der Menschen in meiner Umgebung reagiere, doch wenn die Konzentration gering ist kann ich wunderbare 1-2 Stunden mit meinen Freunden verbringen.

 

Wenn ich manchmal nach dem Besuch meiner Freunde mit schweren Symptomen kämpfe, kann ich es doch gut aushalten denn ich weiß dass ich eine bessere Zukunft habe.

 

Heilt dar Wald eine MCS?

 

Ich habe dazu einen guten Artikel des Umweltingenieurs Rabin Prusty, MSCE gefunden und für euch übersetzt:

 

Indem man frische und reine Luft atmet und Stoffe mit starken Reaktionen meidet, kann man das Fortschreiten der Erkrankung und der weiteren Stadien stark verlangsamen. Der Lebenswandel einer MCS erkrankten Person sollte mit Fortschreiten der Erkrankung zu einer weiteren Stufe stark eingeschränkt werden. Da herkömmliche Medizin schwere bis hin zu lebensbedrohliche Reaktionen hervorrufen kann, sollte auf naturheilkundliche Verfahren zurückgegriffen werden, welche nur leichte Beschwerden  auslösen.

In der alternativen Medizin werden neben der Ernährung auch Vitamine, Mineralien und Kräuter verwendet, um einfache Erkrankungen zu heilen.

 

Original Artikel: Multiple Chemical Sensitivity (MCS) By Rabin Prusty, MSCE

 

Ich persönlich glaube, dass mein Leben in einem guten Umweltklima, gemeinsam mit meiner gesunden Lebensweise die MCS komplett zum Erliegen bringen wird.

Begleitet von einer Heilpraktikerin welche mit Bioresonanz und vielen anderen Therapien arbeitet hat die MCS keine Chance.

 

Der Wald hat bereits viele unheilbare Erkrankungen zum Stillstand gebracht. Die Kombination aus gesunder vegetarischer Küche, Yoga, sauberer Luft und sauberem Wasser gepaart mit alternativen Heilmitteln gibt mir alle nötigen Werkzeuge zur Selbstheilung.